US Wahlen: Verteilung der Wahlmänner und Stimmen

 

U.S. General Elections & und die Verteilung der Wahlmänner Stimmen des Electoral College für die Wahlen 2004 & 2008

 

Registrierte Wähler aller Staaten inklusive des District of Columbia wählen den Präsidenten und Vize Präsidenten der USA. Welches
Kandidatenteam gewinnt, wird nicht darüber entschieden, wer die zusammengezählt meisten Stimmen erhält, sondern durch das so
genannte Wahlmännerprinzip, das mit der Verfassung vor mehr als 200 Jahren etabliert wurde. Bei 48 von 50 Staaten gilt die
'Winner-Takes-All' Regel, die besagt, das die Partei, die in einem Staat die meisten Stimmen hat, ALLE Wahlmännerstimmen nehmen
kann. Wahlmännerstimmen werden nicht proportional verteilt. Ausnahme: Nebraska und Maine wenden die Winner-Takes-All Regel nicht an.

Wahlmänner Praxis umstritten


Das Prinzip ist Bestandteil des Originalentwurfes der U.S. Verfassung und diese müsste geändert werden,
um das Wahlmänner Prinzip abzuschaffen, was vielerseits gefordert wird - man geht von einer Zustimmung
von bis zu 75% bei der Bevölkerung aus, wie Umfragen hin-und wieder zeigen.
Es heißt, dass seit Bestehen der Verfassung ca. 700 Vorschläge zur Änderung des Wahlprinzips gemacht wurden.

538


Es gibt 538 Wahlmännerstimmen, die mit der Zahl der Kongressabgeordneten korrespondieren.
Diese Zahl kann alle 10 Jahre nach der jeweiligen Volkzählung verändert sein.
Die letzte Volkzählung war 2000 und bestimmt nun die Wahl 2004 sowie 2008.

Verteilung der Wahlmänner auf Staatenbasis

Zusammen: 538
Für Mehrheit notwendig: 270
Nächste Zählung: 2010


Staat

2004 & 2008 Wahlen

Alabama

9

Alaska

3

Arizona

10

Arkansas

6

California

55

Colorado

9

Connecticut

7

Delaware

3

D.C.

3

Florida

27

Georgia

15

Hawaii

4

Idaho

4

Illinois

21

Indiana

11

Iowa

7

Kansas

6

Kentucky

8

Louisiana

9

Maine

4

Maryland

10

Massachusetts

12

Michigan

17

Minnesota

10

Mississippi

6

Missouri

11

Montana

3

Nebraska

5

Nevada

5

New Hampshire

4

New Jersey

15

New Mexico

5

New York

31

North Carolina

15

North Dakota

3

Ohio

20

Oklahoma

7

Oregon

7

Pennsylvania

21

Rhode Island

4

South Carolina

8

South Dakota

3

Tennessee

11

Texas

34

Utah

5

Vermont

3

Virginia

13

Washington

11

West Virginia

5

Wisconsin

10

Wyoming

3

 

Wahlmänner: Abstimmung mit Stimmengleichheit, was wenn...?

Bei Stimmengleichheit der Wahlmänner wir die Verantwortung an den Senat und das Repräsentantenhaus abgegeben Es ist nicht
sehr wahrscheinlich, dass die Abstimmung 269 zu 269 ausgeht, aber falls doch, dann ergibt sich folgendes. Wahlmännerstimmen:
538 (535 korrespondieren mit der Zahl der Abgeordneten im Kongress; 3 Stimmen kommen von D.C. welches die Minimum-
stimmenzahl eines schwach besiedelten Staates bekommt (3, weil 2 Senatoren/1 Repräsentant das Minimum sind)). Sollte
Stimmengleichheit bei den Wahlmännern auftreten, wird das Repräsentantenhaus den Präsidenten wählen und der Senat den Vize Präsidenten.

Das Repräsentantenhaus hat 1 Stimme pro Staat, was bedeutet, dass sich die Abgeordneten eines Staates einigen müssen. I.d.R. entscheidet
also die Parteimehrheit in dieser Konstellation, aber bei Staaten, wo z.B. 2 Demokraten und 2 Republikaner den Staat repräsentieren, wird
man vermutlich keine Einigung finden und somit ist es wahrscheinlich, dass die Stimme des Staates gar nicht eingeht in die Wahl.

Es zählt der neu gewählte Kongress, nicht der alte! Deshalb kann man keine klare Rechnung vor der Wahl aufstellen. Der neue Kongress tritt
i.d.R. am 3. Januar zusammen (oder am ersten Werktag danach). Die Wahlmännerstimmen werden verbindlich am 6. Januar 2009 vorzulegen sein.